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Welche Lichtfarbe soll ich bei LED-Beleuchtung wählen und was ist Kelvin?

Welke lichtkleur moet ik kiezen bij LED verlichting en wat is Kelvin?

LED-Beleuchtung ist aus unserem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es für viele Menschen noch immer Unklarheiten über diese nachhaltige Beleuchtungsart. Zwar ist bekannt, dass du mit dem Kauf von LED-Lampen einen Beitrag zum Umweltschutz leistest. Auch wissen die meisten, dass sich mit LED-Beleuchtung Stromkosten sparen lassen. Doch wie sieht es mit der Lichtfarbe aus? Welche Lichtfarbe bei LED entspricht eigentlich der der „alten“ Halogenstrahler? Hier erfährst du alles, was du wissen musst, damit du künftig immer die richtige Wahl triffst.

Farbwiedergabe bei LED-Beleuchtung

Ein anderer Begriff für die Farbwiedergabe ist der „Color Rendering Index“, kurz CRI. Der CRI gibt an, wie naturgetreu die Farben eines Objekts unter einer bestimmten Lichtquelle dargestellt werden. Vielleicht hast du schon einmal eine blaue Hose im Geschäft gekauft und festgestellt, dass sie draußen im Tageslicht plötzlich ganz anders aussieht als im Laden.

Das hängt mit der Farbtreue zusammen. Diese wird durch die Lichtquelle beeinflusst und auf einer Skala von 0 bis 100 angegeben. Ein Wert von 0 steht für eine sehr schlechte Farbwiedergabe, während 100 eine nahezu perfekte Farbdarstellung bedeutet – vergleichbar mit natürlichem Tageslicht.

 

Der CRI bestimmt die Farbtreue

Kurz gesagt: Je höher der CRI-Wert, desto naturgetreuer werden Farben dargestellt. Von einer guten Farbwiedergabe spricht man bei einem CRI zwischen 80 und 89. Leuchtmittel mit diesem Wert eignen sich für nahezu alle Anwendungen. Lampen mit einem CRI von über 90 bieten eine hervorragende Farbwiedergabe und werden überall dort eingesetzt, wo Farben besonders exakt wiedergegeben werden müssen.

 

Typische Beispiele sind Lackierkabinen, in denen Farbabweichungen unbedingt vermieden werden müssen. Auch in Möbelhäusern und Bekleidungsgeschäften ist eine hohe Farbwiedergabe besonders wichtig. Möbel und Kleidung sollen möglichst naturgetreu erscheinen. Schließlich möchtest du nicht erst zu Hause feststellen, dass deine neue Hose farblich gar nicht zu deinem Outfit passt.

 

LED und Farbtreue

Die ersten LED-TL-Lampen verfügten noch über eine vergleichsweise geringe Farbwiedergabe. Der durchschnittliche CRI lag damals zwischen 60 und 69. Heute sieht das ganz anders aus. Die Entwicklung der LED-Technologie schreitet rasant voran. Deshalb erreichen die meisten LED-Leuchtmittel inzwischen einen CRI zwischen 80 und 89 und eignen sich sowohl für den privaten als auch für den gewerblichen Einsatz. Darüber hinaus sind mittlerweile auch LED-Lampen mit einem CRI zwischen 90 und 100 erhältlich.

 

Farbwiedergabe, Farbtemperatur und Kelvin

Viele Menschen verwechseln Farbtemperatur mit Farbwiedergabe. Tatsächlich haben beide Begriffe nichts miteinander zu tun. Die Farbtemperatur beschreibt ausschließlich die Lichtfarbe einer Lampe und damit die Atmosphäre, die sie erzeugt – beispielsweise in deinem Zuhause oder im Büro. Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben. Der Kelvin-Wert beschreibt also die Lichtfarbe, die beispielsweise eine LED-TL-Lampe ausstrahlt. Zwar gibt es auch auffällige Lichtfarben wie Rot, Grün oder Blau, die meisten Leuchtmittel erzeugen jedoch weißes Licht. Vielleicht erinnerst du dich noch daran, dass frühe LED-Lampen oft einen leicht bläulichen Weißton hatten.

 

Vermeide unterschiedliche Lichtfarben

Die Farbtemperatur in Kelvin beschreibt lediglich den Farbton des weißen Lichts. Stell dir vor, du kaufst eine weiße Hose und wäschst sie zusammen mit einer blauen Hose. Auf den ersten Blick bleibt die weiße Hose weiß. Legst du sie jedoch neben eine neue weiße Hose, kann sie plötzlich einen leicht bläulichen Stich haben.

Ähnlich verhält es sich mit Licht. Weißes Licht wirkt unterschiedlich, wenn Lampen mit verschiedenen Kelvin-Werten kombiniert werden. Deshalb empfiehlt es sich, möglichst keine unterschiedlichen Lichtfarben oder Lampenserien miteinander zu mischen. So vermeidest du Unterschiede in der Lichtwirkung und sorgst für ein harmonisches Gesamtbild. Dank moderner LED-Technik ist heute auch das angenehm warme Licht klassischer Glühbirnen problemlos mit LED-Beleuchtung möglich.

 

Verschiedene Kelvin-Werte und Farbtemperaturen

Damit du weißt, welche LED-Einbauspots welche Lichtfarbe erzeugen, findest du hier eine Übersicht der gängigsten Farbtemperaturen:

  • 2700 Kelvin (extra warmweiß)
  • 3000 Kelvin (warmweiß)
  • 4000 Kelvin (neutralweiß)
  • 6400 Kelvin (kaltweiß/Tageslichtweiß)

Außerdem erklären wir dir die Begriffe DimTone – Dim to Warm und SceneSwitch. Mit diesen Technologien kannst du LED-Beleuchtung dimmen und gleichzeitig die Farbtemperatur verändern – ähnlich wie bei klassischen Glüh- und Halogenlampen.

 

Was bedeutet extra warmweiß (2700 Kelvin)?

LED-Einbauspots mit 2700 Kelvin erzeugen ein besonders warmes, gemütliches Licht. Diese Farbtemperatur erinnert an Kerzenlicht und eignet sich hervorragend für eine romantische Atmosphäre im Schlafzimmer oder für eine behagliche Stimmung im Wohnzimmer. Auch Restaurants, Hotellobbys und Lounges setzen häufig auf extra warmweißes Licht. Klassische Glühlampen lagen ebenfalls in diesem Bereich.

 

Was bedeutet warmweiß (3000 Kelvin)?

Warmweißes Licht liegt bei etwa 3000 Kelvin. Diese Farbtemperatur wird häufig dort eingesetzt, wo neben einer angenehmen Atmosphäre auch Komfort wichtig ist. Außerdem eignet sich 3000 Kelvin hervorragend als Akzentbeleuchtung in Räumen mit neutralweißem oder kaltweißem Grundlicht. Deshalb wird diese Lichtfarbe sowohl im Wohnbereich als auch in Empfangshallen, Hotelzimmern, Geschäften, Restaurants und Cafés häufig verwendet.

 

Was bedeutet neutralweiß (4000 Kelvin)?

Wenn in einem Raum gute Sicht und Konzentration gefragt sind, ist neutralweißes Licht mit etwa 4000 Kelvin die ideale Wahl. Diese Lichtfarbe macht Details sichtbar, die bei warmweißem Licht weniger deutlich erscheinen. Deshalb eignet sich neutralweiß besonders gut für Büros und Arbeitsbereiche. Auch im Einzelhandel sowie in Supermärkten wird häufig neutralweißes Licht verwendet.

 

Was bedeutet kaltweiß/Tageslichtweiß (6400 Kelvin)?

Kaltweißes oder tageslichtweißes Licht besitzt eine Farbtemperatur von etwa 6400 Kelvin. Diese Lichtfarbe wird überall dort eingesetzt, wo höchste Konzentration erforderlich ist oder Arbeitsleistungen unterstützt werden sollen. Typische Einsatzbereiche sind Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Labore sowie Produktions- und Industriehallen. 6400 Kelvin sorgt für einen besonders hohen Kontrast und eine ausgezeichnete Farbwiedergabe.

 

Was ist DimTone – Dim to Warm?

Die Kelvin-Werte auf der Verpackung geben dir eine gute Orientierung über die Lichtfarbe einer LED-Lampe. Doch wie verhält es sich beim Dimmen? Klassische Glüh- und Halogenlampen wurden beim Dimmen automatisch wärmer – beispielsweise von 2800 auf 1800 Kelvin. Dadurch entstand sofort eine besonders gemütliche Atmosphäre.

 

DimTone – Dim to Warm im Vergleich zu Standard-LED

Normale LEDs bestehen aus einer LED-Einheit, deren Helligkeit durch die Stromzufuhr geregelt wird. Verringerst du den Strom, wird die Lampe dunkler – die Farbtemperatur bleibt jedoch unverändert. Kaufst du beispielsweise LED-Spots mit 2700 Kelvin, bleibt das Licht auch im gedimmten Zustand extra warmweiß. Bei DimTone – Dim to Warm funktioniert das anders.

 

Zusätzliche LED-Einheit

Hersteller von DimTone- bzw. Dim-to-Warm-Lampen lösen dieses Problem durch eine zusätzliche LED-Einheit oder einen weiteren Chip mit einer Farbtemperatur von etwa 1800 Kelvin. Diese befindet sich neben der regulären LED mit beispielsweise 2800 Kelvin. Beim Dimmen wird hauptsächlich die hellere LED reduziert, während die 1800-Kelvin-LED stärker wahrgenommen wird. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sich die Farbtemperatur verändert – tatsächlich verändert sich jedoch nur das Verhältnis der beiden Lichtquellen.

 

Sanfter Glühlampen-Effekt

Mit DimTone – Dim to Warm kannst du jeden Raum stimmungsvoll beleuchten – ganz wie früher mit dimmbaren Glüh- oder Halogenlampen. Bei voller Leistung erhältst du ein angenehm warmweißes Licht. Je weiter du die Lampe dimmst, desto wärmer und gemütlicher wird die Lichtfarbe. So entsteht der typische Glühlampen-Effekt. Diese Technologie eignet sich sowohl für bestehende Beleuchtungskonzepte als auch für Neubauten oder Renovierungen, bei denen du neue LED-Spots installieren möchtest.

 

Was ist SceneSwitch?

Ein weiterer Begriff, der häufig im Zusammenhang mit LED-Beleuchtung auftaucht, ist SceneSwitch. Mit dieser Technologie kannst du verschiedene Lichtstimmungen ganz einfach über deinen vorhandenen Lichtschalter auswählen – ganz ohne zusätzlichen Dimmer. Mit einer einzigen Lampe wechselst du zwischen mehreren Helligkeits- und Lichtfarben.

Diese Lampen verfügen außerdem über eine integrierte Speicherfunktion. Dank eines eingebauten Speicherchips merkt sich die SceneSwitch-Lampe die zuletzt verwendete Einstellung. Sobald der Lichtschalter länger als sechs Sekunden ausgeschaltet bleibt, wird diese Einstellung gespeichert. Praktisch, oder?

Worauf solltest du bei der Wahl der Lichtfarbe achten?

Bei der Wahl der passenden Lichtfarbe solltest du nicht nur auf den Kelvin-Wert achten, sondern auch auf den Farbwiedergabeindex (CRI). Dieser gibt an, wie naturgetreu Farben unter einer Lichtquelle dargestellt werden. Je höher der CRI, desto realistischer erscheinen Farben. Im Allgemeinen wird ein CRI von mindestens 80 empfohlen.

Fazit

Die richtige Lichtfarbe bei LED-Beleuchtung hängt vom jeweiligen Raum und der gewünschten Atmosphäre ab. Warmes Licht sorgt für Gemütlichkeit und eine wohnliche Stimmung, während kühles Licht Klarheit und Konzentration fördert. Achte bei der Auswahl deshalb nicht nur auf die Farbtemperatur in Kelvin, sondern auch auf den Farbwiedergabeindex (CRI), damit Farben möglichst natürlich dargestellt werden.

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